Hier findet ihr eine Sammlung von Fasnachtsrezepten im Bodensee Treffpunkt.
Zutaten:
500 g Mehl, 15 g Hefe, 50 g Zucker, knapp 1/4 Liter Milch, 1 Teelöffel Salz, 1 - 2 Eier, 50 - 80 g Butter, 250 g Schmalz
Zubereitung: Das Mehl in eine Schüssel geben und warmstellen, die Hefe mit etwas Zucker und lauwarmer Milch verrühren. In der Mitte des Mehls eine Vertiefung machen, eine kleinen Teil des Mehls mit der Hefe und Milch zu einem dick-flüssigen Vorteig anrühren, diesen leicht mit Mehl betsäuben und die mit einem Tuch bedeckte Schüssel warmstellen. Nach ca. einer halben Stunde, wenn der Vorteig gut gegangen ist, stellt man den eigentlichen Teig her: Zucker, Salz und lauwarme Milch zum Vorteig geben und alles verrühren. Nun die erwärmten Eier, die zerlassene Butter und so viel Milch dazutun, dass ein zarter Teig entsteht, den man so lange knetet, bis er Blasen zeigt und sich vom Löffel und der Schüssel löst. Dann stellt man ihn wieder zum Aufgehen warm und bedeckt ihn mit einem Tuch. Nach ca. 30 Minuten den Teig auf dem Nudelbrett etwa fingerdick auswellen, mit dem Backrädchen Vierecke ausschneiden und sie dann in heißem Schmalz backen, bis sie zartbraun sind. Aus dem Fett nehmen und gut abtropfen lassen. Nach dem Erkalten die Küchle nach Belieben mit Puderzucker oder Zimt und Zucker bestreuen.
Quelle: Frank Gerhard - Kulinarische Streifzüge durch Schwaben, Sigloch Edition, 1979
Dieses duftige Gebäck müsste eigentlich korrekterweise Nonnenfürtchen heißen, was sich von dem mittelniederdeutschen Wort "nunnekenfurt" ableitet und soviel bedeutet wie "von den Nonnen am besten zubereitet". Ein Witzbold machte daraus den nicht ganz salonfähigen, aber heute überall gebräuchlichen Namen, um den sich dann natürlich bald allerhand Legenden rankten. So soll bei einem Essen eine große Schale voll dieser duftenden Köstlichkeiten serviert worden sein, und ein alter Domherr und Feinschmecker griff sich gleich das größte heraus und sagte schmunzelnd: "Ich nehme das von der Oberin."
Zutaten:
500 g Mehl, 30 g Hefe, 60 g Zucker, 1/4 Liter Milch, 60 g Butter oder Margarine, 1 Prise Salz, Schale einer halben Zitrone, 4 Eier, 100 g Sultaninen, Backfett
Zubereitung:
Mehl in eine Backschüssel geben, in der Mitte eine Vertiefung eindrücken, die zerbröckelte Hefe mit einem Teelöffel Zucker und etwas lauwarmer Milch dazugeben und mit etwas Mehl zum Vorteig verrühren, der zugedeckt 30 bis 40 Minuten gehen muss. Den Vorteig mit den restlichen Zutaten zu einem lockeren Hefeteig schlagen, 40 Minuten gehen lassen. Mit dem Teelöffel Teigstücke abstechen und in heißem Fett goldbraun backen.
Quelle: Frank Gerhard - Kulinarische Streifzüge durch Schwaben, Sigloch Edition, 1979
Zutaten:
1 EL Butterfett, 3 EL Mehl, 1 Zwiebel (gehackt), 1 1/4 l Fleischbrühe, Salz, Pfeffer, 2 Lorbeerblätter, 800 g Kutteln (vorgekocht und in Streifen geschnitten), 125 ml herber Weißwein, 1 EL Weißweinessig
Zubereitung:
Das Mehl in dem geschmolzenen Butterfett rösten bis es hellbraun ist. Die Zwiebel beigeben. Weiterrösten bis das Ganze dunkelbraun ist. Mit der Fleischbrühe ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und Lorbeerblätter würzen. Die Kutteln beigeben und weich kochen (ca. 1 Stunde). Vor dem Anrichten Weißwein und Weißweinessig dazugeben.
Quelle: SWR- Was Großmutter noch wusste (Sendung vom: 14.08.2001)
Mehlsuppe ist ein traditionelles Fastnachtsgericht.
Für die Suppe wird Mehl zusammen mit Fett in der Pfanne angeröstet. Es gibt mehrere Varianten, bei denen weitere Zutaten wie Zwiebeln, Rotwein, Käse, Fleischbrühe oder Speck hinzugefügt werden.
Mit Fleischbrühe:
* 5 El. Mehl
* 60 g Butter
* 1 Zwiebel in dünne Ringe geschnitten
* 1 l Fleischbrühe
* 100 g Käse gerieben
Mehl im Brattopf bei guter Hitze und unter Rühren haselnussbraun rösten, leicht abkühlen lassen. Butter beigeben und mit dem Mehl vermischen. Zwiebelstreifen beigeben, einige Minute dämpfen. Die kalte Fleischbrühe zugeben, unter Rühren aufkochen und 20 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Suppe in vorgewärmte Teller verteilen, Käse nach Belieben darüberstreuen.
Hier mit Speck:
* 50 g Mehl
* 50 g Butter
* 1 Zwiebel fein gewürfelt
* 50 g Schinkenspeck fein gewürfelt
* 1/8 l Rotwein
* 100 g Käse gerieben
Butter zerlassen, Mehl einrühren und unter Rühren anbräunen lassen. Zwiebel und Speck zugeben, glasig werden lassen. Fleischbrühe unter Rühren zugießen und 45 Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb streichen, Rotwein zugeben, aufkochen und servieren. Käse getrennt reichen.
Dieses Rezept ist berechnet für ca. 16 Stück.
Die Zubereitungszeit beträgt etwa 1 Stunde 45 Minuten.
Zutaten:
* 500 g Mehl
* ¼ l lauwarme Milch
* 60 g Butter
* 45 g Zucker
* 30 g Hefe
* 1 Ei
* 1 Prise Salz
* Konfitüre nach Wahl (ca. 120 g)
* abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
* Pflanzenfett (zum Fritieren)
* Zucker (zum Wenden) oder Puderzucker zum bestreuen
Zubereitung:
Die Hefe in die Milch bröckeln, eine Prise Zucker hinzufügen und das Ganze gehen lassen. Das Mehl, die Prise Salz, den restlicher Zucker und die Zitronenschale in eine Schüssel geben, die Hefe-Milch, die Butter und das Ei hinzufügen, das Ganze gründlich verkneten und schlagen, bis der Teig Blasen wirft.
Die Schüssel mit einem Tuch oder etwas Alufolie abdecken und den Teig für etwa zwanzig Minuten gehen lassen. Den Teig anschliessend in sechzehn Stücke teilen, zu Kugeln formen auf ein bemehltes Backblech legen, flach drücken und mit gefetteter Alufolie bedecken. Noch einmal für etwa fünfzehn Minuten gehen lassen.
Das Pflanzenfett auf etwa 175°C erhitzen. Die Teigstücke hineingeben und im Topf für drei Minuten mit Deckel ausbacken. Die Krapfen wenden und für drei Minuten ohne Deckel fritieren. Die Berliner anschliessend gut abtropfen lassen, mit Hilfe einer Tortenspritze mit der Konfitüre füllen und anschliessend im Zucker wenden oder mit Puderzucker bestreuen.